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6. Berechnen der Ladungssicherung

Wie werden die Zurrwinkel α und β gemessen?

Antwort: Von mehreren Zurrmittelherstellern werden Winkelmesser angeboten, mit deren Hilfe diese Zurrwinkel problemlos und schnell gemessen werden können.


Gibt es Hilfsmittel, wenn ich die Ladungssicherung nicht selbst berechnen will?

Antwort: Ja, von mehreren Zurrmittelherstellern werden Hilfsmittel angeboten, mit deren Hilfe die Ladungssicherung problemlos und schnell berechnet werden kann.


Warum wird in Ihrem Ladungssicherungs-Buch bei der Formel zur Berechnung der Gesamtvorspannkraft – Fv= f - U/(u x sin a) X FG/2 – die Gewichtskraft halbiert? Im Ladungssicherungsbuch des BGV wird mit der vollen Gewichtskraft in den Formeln gerechnet, in Ihrer Ausgabe durchweg mit der halben Gewichtskraft.

Bei der Formel zur Berechnung der Vorspannkraft beim Niederzurren ist in keinem der Bücher ist ein Fehler. Der Unterschied liegt in der Betrachtung der zum Niederzurren eingesetzten Zurrmittel. In unserem Buch ( x FG/2) wird die Vorspannkraft im geraden Zug zur Sicherung der gesamten Ladung berechnet. Das Ergebnis ist dann durch die Vorspannkraft der Zurrmittel im geraden Zug (STF laut Kennzeichnungsanhänger) zu teilen
und man erhält die nötige Anzahl der Zurrmittel. In anderen Büchern ( x FG) wird die Vorspannkraft in der Überspannung zur Sicherung der gesamten Ladung berechnet. Das Ergebnis ist dann durch die Vorspannkraft der Zurrmittel in der Überspannung (STF laut Kennzeichnungsanhänger mal zwei) zu teilen und man erhält die nötige Anzahl der Zurrmittel. Die Anzahl der erforderlichen Zurrmittel ist bei beiden Rechengängen gleich.


Ich wende mich mit einer Frage zu Inhalten aus dem Leitfaden "Ladungssicherung" an Sie. Dieses Buch stellt meiner Meinung nach das Thema LaSi umfassend und verständlich dar. Auf Seite 107 des Buches wird im Sinne der anzunehmenden Vorspannkräfte auf die "zukünftig" geltende prEN 12 195, Teil 1, hingewiesen, welche die Aussage zur Berechnungsannahme entscheidend verändern wird. Ist diese europäische Verordnung bereits in Kraft getreten bzw. wann tritt sie in Kraft?

Antwort: Es freut uns sehr, dass Ihnen unser Buch gefällt. Die DIN EN 12195 Teil 1, "Berechnung von Zurrkräften" ist im April 2004, also vor wenigen Tagen, in Kraft getreten. Geändert hat sich im Grunde nur die Berechnung für das Niederzurren und zwar exakt in der Form, wie es auf der von Ihnen erwähnten Seite 107 unseres Buches angekündigt wurde. Bestellen können Sie die DIN EN 12195 Teil 1 beim Beuth Verlag Berlin unter www.beuth.de im Internet.


Wie wird die nötige Vorspannkraft berechnet? Nach Angabe auf dem Gurt in der Umschlingung oder nach der Kraft, welche die vorhandene Ratsche aufbringen kann? Nach meinem Kenntnisstrand wären es bei der Standardratsche ja nur 400 daN.
Wäre in diesem Fall die Vorspannkraft durch 400 zu teilen und damit die Zahl der Gurte zu errechnen?


Antwort: Für die Berechnung der erforderlichen Vorspannkraft zur Ladungssicherung durch Niederzurren werden vier Werte benötigt: 1. der Beschleunigungsbeiwert c (nach vorn 0,8 oder zu den Seiten bzw. nach hinten 0,5). 2. der Gleit-Reibbeiwert µ., 3. das Ladungsgewicht FG in daN (kg) und 4. die Vorspannkraft der vorhandenen Ratschen (STF).
Folgendermaßen wird die Vorspannkraft dann berechnet: Im ersten Schritt c - µ und das durch µ teilen. Als Schritt 2 teilen Sie FG durch 1,5. Dann multiplizieren Sie das Ergebnis aus Schritt 1 mit dem Ergebnis aus Schritt 2. Zuletzt teilen Sie dieses Gesamtergebnis durch die STF Ihrer Ratsche und Sie erhalten die erforderliche Anzahl an Ratschen.
Anmerkung: Diese Berechnung gilt nur bei ziemlich steilen Zurrwinkeln (nahe 90°). Ist der Winkel flacher, muss er bei der Berechnung berücksichtigt werden.


Über Ihre Seite bin ich auf einen Artikel der Berufskraftfahrer-Zeitung (11/04) gestoßen. In diesem Artikel geht es um eine neue Formel zur Berechnung beim Niederzurren. Bisher bin ich nach der alten Formel gegangen, in die auch der Zurrwinkel mit seinem Sinuswert eingeflossen ist. In der neuen Formel ist dies nicht der Fall. Bleibt der Zurrwinkel in Zukunft gänzlich unberücksichtigt?

Antwort: Bei diesem Artikel ging es vornehmlich darum, die Einführung des Beiwertes (k-Wert) zu erläutern. Dieser Wert, der jetzt mit grundsätzlich 1,5 anstelle von bisher 2 anzusetzen ist, war das zentrale Thema. Selbstverständlich ist der Zurrwinkel - unabhängig vom k-Wert - bei der Berechnung auch weiterhin zu berücksichtigen. Sie können den Sinuswert des Zurrwinkels wie bisher an gleicher Stelle in die Formel einsetzen.


Wir transportieren FIBC. Diese werden durch Niederzurren zur Seite auf der Ladefläche gesichert. Nach vorne sind sie durch Formschluß gesichert. Ist dies ausreichend? Ist der Fahrer dazu verpflichtet, die Zurrgurte während der Fahrt nach zu zurren?

Antwort: Eine Sicherung von FIBC durch Niederzurren ist sehr aufwendig. Bei einem Gewicht von je 1.100 kg bei zwei nebeneinander stehenden und nach vorn formschlüssig geladenen FIBC sind bei einem angenommenen Gleit-Reibbeiwert von 0,25 etwa 1.500 daN Vorspannkraft auf der Ratschenseite erforderlich. Nur für die seitliche Sicherung entspricht das 3 Zurrgurten mit einer Langhebelratsche. Hier ist eine praxisgerechte Sicherung nur mit Antirutschmatten möglich.
Der Fahrer ist verpflichtet, die Ladung zu sichern, und damit muss er auch die Zurrgurte nachspannen.

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