ladungssicherung.de - Das Portal zur Ladungssicherung Verlag Hendrisch



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7. Sicherung spezieller Güter

Müssen Papierrollen auf Antirutschmatten stehen?

Antwort: Eine VDI-Richtlinie zur Sicherung von Papierrollen wird zur Zeit erarbeitet. Gemäß dem veröffentlichten Entwurf (Gründruck) sollen die Papierrollen grundsätzlich auf Antirutschmatten in Verbindung mit Kraftschluss (Niederzurren) oder mit Formschluss gegen Rutschen gesichert werden.


Ab welcher Höhe müssen Papierrollen im Lkw liegend verladen werden?

Antwort: Eine Höhe, ab der Papierrollen liegend verladen werden müssen, ist uns nicht bekannt. Dieses Maß kann u. E. auch nicht absolut angegeben werden. Es ist abhängig von der zulässigen Gesamthöhe des Fahrzeugs (maximal 4,00 m); aus Sicht der Ladungssicherung von dem Verhälnis der Rollenbreite zur Rollenhöhe und natürlich vom Wunsch des Kunden.


Wenn Papierrollen stehend im Kühlauflieger transportiert werden, wie muss dann die Ladungssicherung erfolgen? Da keine Ösen im Boden sind, kann man auch nicht gurten.

Antwort: Den Transport von Papierrollen in einem Kühlkoffer halten wir aus Sicht der Ladungssicherung für sehr bedenklich. Eine Sicherung ist dringend erforderlich und sie ist wegen der fehlenden Zurrpunkte nur durch Formschluss möglich. Dazu sind alle Ladelücken, in die sich die Ladung bewegen kann, z.B. mit Leerpaletten, Staupolstern, Luftsäcken etc.auszufüllen. Außerdem sollten alle Rollen zusätzlich auf rutschhemmenden Materialien stehen.


Gibt es über die DIN 75410-1 hinaus geltende Vorschriften zur Ladungssicherung in Fahrzeugen bis 3,5t zul. Gesamtgewicht? Wenn ja, welche? Speziell: Vorschriften zur Prüfung von Zurrschienen in geschlossenen Aufbauten.

Antwort: Unter der Leitung der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen (BGF) wird gerade die DIN 75410-Teil 3 "Ladungssicherung im Kastenwagen" überarbeitet. Das Ergebnis wird Anfang 2004 vorliegen. Hier werden Sie entsprechende Vorschriften zur Ladungssicherung in Fahrzeugen bis 3,5t zul. Gesamtgewicht finden. Spezielle Vorschriften zur Prüfung von Zurrschienen in geschlossenen Aufbauten sind mir nicht bekannt. Bitte beachten Sie, dass die allgemeinen Grundlagen der Richtlinie VDI 2700 zur Ladungssicherung auch für als Lkw zugelassene Kleintransporter gelten.


Wie kann ich Kleingeräte wie Hacke, Spaten, Schippen oder Zementsäcke sicher auf der Ladefläche eines Kleintransporters transportieren? Muss ich diese Geräte sichern oder reicht es aus, wenn man sie auf der Ladefläche ablegt?

Antwort: Vom Prinzip her unterscheidet sich die Ladungssicherung auf der Ladefläche eines Kleintransporters nicht von der auf einem "großen" Transportfahrzeug, denn in beiden Fällen ist die Ladung gemäß den gesetzlichen Vorgaben unter der Anwendung der VDI-Richtlinien 2700 ff. zu sichern. Besteht beim Transport die Gefahr, dass Kleingeräte wie Hacke, Spaten, Schippen, Zementsäcke usw. sich gefährlich bewegen oder gar vom Fahrzeug fallen können, sind diese dagegen zu sichern. Als ein sehr gutes Hilfsmittel für diese Zwecke hat sich ein Zurrnetz aus vernähten Zurrgurten erwiesen, das mit Ratschen in den Zurrpunkten auf der Ladefläche des Fahrzeugs fixiert und festgezurrt wird. Im Zurrmittelhandel werden derartige Zurrnetze in verschiedenen Größen angeboten.


Wie kann ich ein bzw. zwei Motorräder auf einem Anhänger sichern?

Antwort: Für den Transport von Motorrädern gibt es spezielle Anhänger, die über eine oder zwei Führungsschienen verfügen. Diese Schienen sind nach oben als offenes U-Profil gefertigt und auf der Ladefläche befestigt. In diese Schiene wird das Motorrad mit seinen Rädern geschoben. Hier ist es nun gegen eine seitliche Bewegung formschlüssig gesichert. Die Sicherung gegen eine Bewegung in Längsrichtung und gegen Kippen erfolgt durch Direktzurren mit ausreichend dimensionierten Zurrgurten. Zur Sicherung in Längsrichtung sollte je ein Gurt zwischen den Speichen unten über die Felge durch das Vorderrad bzw. durch das Hinterrad geführt und an ausreichend dimensionierten Zurrpunkten auf der Ladefläche fixiert werden. Zur Sicherung gegen Kippen sollten am vorderen und am hinteren Bereich der Maschine mindestens je zwei weitere Gurte oberhalb des Schwerpunktes als Direktzurrung ähnlich einer Diagonalzurrung angebracht und an ausreichend dimensionierten Zurrpunkten auf der Ladefläche fixiert werden. Durch den Einsatz dieser insgesamt sechs Zurrgurte kann es gelingen, das Motorrad innerhalb der Führungsschiene ausreichend zu befestigen.


Gibt es Richtlinien oder Empfehlungen zum richtigen Sichern von Absetzmulden auf dem Motorfahrzeug?

Antwort: Die Sicherung von Absetzmulden auf dem Motorfahrzeug wird zurzeit in mehreren Ausschüssen überarbeitet. Empfehlungen zur Sicherung können Sie unter anderem aus folgenden Unterlagen entnehmen:
1. Ladungssicherung, Leitfaden für die Praxis, Verlag Günter Hendrisch, Erkelenz
2. Richtlinie VDI 2700, Beuth Verlag, Berlin
3. Berufsgenossenschaftliche Regeln BGR 186, Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen, BGF.


Was ist zu beachten bei der Verladung von 15 m langen Eisenbahnschienen ? Wie sichert man diese Ladung? Es werden 24 Schienen auf den LKW verladen.

Antwort: Uns sind zwei Arten des Transports von Eisenbahnschienen bekannt. Schienen, die auf Bahnschwellen montiert sind und Schienen die nicht auf Bahnschwellen montiert sind.
Schienen, die auf Bahnschwellen montiert sind, sollte man formschlüssig nach vorn, also gegen die Stirnwand laden. Dann könnten sie mit einer ausreichenden Anzahl von Zurrgurten so untereinander verbunden werden, dass sie ein stabiles "Bündel" bilden. Wenn zwischen diesem in sich gesicherten Stapel und der besenreinen Ladefläche Antirutschmatten, liegen ist es ausreichend, wenn dieser Stapel mit einem Zurrgurt pro Zurrpunktpaar auf der Ladefläche des Transportfahrzeugs niedergezurrt wird.
Schienen die nicht auf Bahnschwellen montiert sind, sollte man ebenfalls formschlüssig nach vorn, also gegen die Stirnwand laden. Wenn zwischen den Schienen und der besenreinen Ladefläche, sowie zwischen den Schienenlagen, falls die Schienen in mehreren Lagen übereinander verladen wurden, Antirutschmatten liegen, ist es ausreichend, wenn dieser Stapel mit einem Zurrgurt pro Zurrpunktpaar auf der Ladefläche des Transportfahrzeugs niedergezurrt wird.
Begründung: Die Antirutschmatten erhöhen die Reibung, die Stirnwand sichert die Ladung gegen Rutschen nach vorn, die Zurrgurte sichern die Ladung gegen "wandern" zur Seite bzw. nach hinten.


Welche Vorschriften zur Ladungssicherung von Schüttgütern wie z.B. Sand, Kies, Schotter, Zuckerrüben und dergleichen gibt es? Ist in einer Vorschrift oder Richtlinie festgeschrieben, ab welcher Korngröße/Korngewicht Sicherungsmittel wie Abdeckplanen zu verwenden sind?
Müssen beim Transport von Baustoffen/Erdaushub immer Sicherungsmittel benutzt werden oder ist der Transport erst ab einer bestimmten Wegstrecke oder einer festgelegten zu fahrenden Geschwindigkeit notwendig?


Antwort: Nach den Vorgaben der Richtlinie VDI 2700 müssen Schüttgüter nur dann abgedeckt werden, wenn sie während der Fahrt herabfallen oder herabgeweht werden können. Dabei ist die Korngröße nicht eindeutig festgelegt. Allerdings sind bei allen Schüttgütern die Schüttkegel abzuflachen und die Ladung darf nicht so hoch geladen sein, dass sie über die Bordwände vom Fahrzeug fallen kann. Informationsmaterial gibt es bei der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen.


Wie sichert man Getränke richtig auf einen Auflieger mit drei Rungen und Schiebeplane?

Antwort: Ein Standard-Curtainsider, wie beschrieben, mit drei Rungen und einer Schiebeplane kann die Getränkeladung nicht durch den Fahrzeugaufbau sichern. Dazu sind nur besonders zertifizierte Fahrzeugaufbauten in der Lage. Auf einem Standard-Curtainsider ist die Ladung so zu sichern, als wenn auf einer offenen Pritsche geladen wäre. Als Möglichkeit zur Ladungssicherung kommt hier eine spezielle Zurrplane in Betracht. Informationen zu dieser "Wisa-Fix" Plane gibt es im Internet unter www.load-lok.de.


Können Sie mir bitte sagen, wo ich die Vorschriften für Ladungssicherung auf Pritschenwagen erhalte?

Antwort: Die Ladungssicherung auf Pritschenwagen ist nicht explizit geregelt. Hier gelten die allgemeinen Vorgaben der VDI Richtlinien 2700 ff.
Für den Bereich der Kleintransporter - auch mit Pritschenaufbau – haben wir das "Transporter Info" entwickelt. Es enthält viele Informationen zum Thema Kleintransporter und beschäftigt sich auf etwa 30 Seiten mit dem Thema Ladungssicherung. Informationen erhalten Sie unter www.hendrisch.de.


Wo erhalte ich Informationen zum Thema Ladungssicherung von Pkw auf
Autotrailern/Autoanhängern?


Antwort: Die Sicherung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ist in der Richtlinie VDI 2700 Blatt 8 geregelt. Die Vorgaben sind ziemlich umfangreich und können deshalb hier nicht ausführlich behandelt werden. Grundvoraussetzung für einen sicheren Transport ist allerdings ein Transportfahrzeug, das über eine "Ladefläche" aus sog. Fahrbahnelementen (Lochbleche) verfügt. In diese Fahrbahnelemente werden Radvorleger und spezielle Dreipunkt Zurrgurte eingerastet, die die Räder des transportierten Fahrzeugs – und damit das gesamte Fahrzeug – sichern.
Die VDI Richtlinie erhalten Sie beim Beuth Verlag in Berlin.
Wesentlich günstiger gibt es gezielte Informationen zu diesem Problem sowie weitergehende Erklärungen, Methoden zur Ladungssicherung und deren richtige Berechnungen durch das Fachbuch "Ladungssicherung, der Leitfaden für die Praxis", erhältlich im Verlag Hendrisch (www.hendrisch.de).


Wer ist mit „Leiter der Ladearbeiten" gemeint? Was ist mit „eigenverantwortlichen Entscheidungen im Bereich der Verladung" gemeint?

Antwort: Der Verlader ist - außer bei Gefahrgutbeförderungen - nicht definiert. Aus diesem Grunde wird auch der "Leiter der Ladearbeiten" unterschiedlich beschrieben. Man kann aber sagen, dass der "Leiter der Ladearbeiten" die Ladearbeiten leitet, also die Person ist, die die Verantwortung bei diesem Vorgang trägt.
Um eigenverantwortliche Entscheidungen treffen zu können, muss die Person schon eine Führungskraft sein. Welche Position innerhalb des Unternehmens diese Person einnimmt, ist nicht festgelegt. Es kann zum Beispiel um den Schichtführer, den Lademeister, den Versandleiter, den Logistikleiter, den Niederlassungsleiter handeln. Ist keine Person benannt, kann die Verantwortung - z.B. bei einem Ladungssicherungsverstoß oder einem Unfall - hoch bis zur Firmenleitung gehen.
Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, eine Person an geeigneter Stelle als "Beauftragte Person" zu benenn, beschulen zu lassen (mindestens mit dem "Ausbildungsnachweis Ladungssicherung" in einem Seminar von 16 Unterrichtseinheiten gemäß der Richtlinie VDI 2700a) und ihr dann die Entscheidungskompetenz und damit die Verantwortung zu übertragen. Dann kann diese Person z.B. die Beladung eines ungeeigneten oder nicht mit ausreichenden Zurrmitteln ausgerüsteten Fahrzeugs verweigern.
Weitergehende Informationen, Erklärungen, Methoden zur Ladungssicherung und deren richtige Berechnungen enthält das Fachbuch "Ladungssicherung, der Leitfaden für die Praxis", erhältlich im Verlag Hendrisch (www.hendrisch.de).


Muss auch in einem Transporter, in unserem Fall ein Mercedes Sprinter, die Ladung entsprechend gesichert werden. Wie sieht es bei Paketdiensten aus, die mit Sammelgut unterwegs sind? Gibt es zu diesem Thema entsprechende Literatur?

Antwort: Auch in einem Sprinter ist jede Ladung, unabhängig von ihrem Gewicht, zu sichern. Die Ladungssicherung bei Paketdiensten mit Sammelgut kann zum Beispiel erfolgen durch Regalsysteme, Umverpackungen oder Netze.
Weitergehende Informationen, Erklärungen und Methoden zur Ladungssicherung sowie deren richtige Berechnungen enthält das Fachbuch "Transporter INFO", das im Hendrisch Verlag erscheint (www.hendrisch.de).


Ist es gesetzlich vorgeschrieben, einen mit Bauschutt beladenen 5,5 cbm Container mit einem Netz abzudecken?

Antwort: Der Container ist dann abzudecken, wenn die Möglichkeit besteht, dass Ladegut herunterfallen kann. Diese Einschätzung ist schwierig und deshalb sollte man volle Container sicherheitshalber immer mit einer Abdeckung fahren.


Wir sind ein Abfallentsorgungsunternehmen und wollen bei der Sicherung unserer Absetzbehälter von der "Y-Zurrung" auf die "V-Zurrung" wechseln. Dies soll mit einer Zurrkette der Güteklasse 8
bei einer 8mm Gliederstärke erfolgen. (formschlüssige Sicherung in Fahrtrichtung ist vorhanden). Die Containerlast beträgt in der Regel 10 to. Unsere Frage ist, ob bei der "V-Zurrung" eine Kette je Containerseite ausreichend ist, wobei die Kette durch einen befestigten Schäkel auf der Ladefläche gezogen wird und an den Enden an den vorgesehenen Befestigungsstutzen eingehangen wird oder ob dafür zwei Ketten je Containerseite notwendig sind?


Antwort: Die von Ihnen beschriebene Sicherung, bei der auf jeder Seite des Containers eine Kette durch einen Schäkel läuft, ist nicht ausreichend. Für eine ausreichende Sicherung sind zwei Ketten pro Seite erforderlich. Beide Ketten müssen dabei in Zurrpunkten am Fahrzeug befestigt sein.


Wie ist geladener Boden auf dem Lkw zu sichern?

Boden (Erde, Lehm etc.) ist als ein Schüttgut zu betrachten. Nach der Richtlinie VDI 2700 ist ein geeignetes Fahrzeug mit einem dicht schließenden Aufbau erforderlich. Ein vorhandener Schüttkegel sollte abgeflacht werden und er darf nicht zum Herabfallen von Ladung führen. Ladegut, das vom Fahrtwind herabgeweht werden kann, ist z.B. durch Abdecken zu sichern. Bei schweren Einzelteilen wie z.B. großen Steinen ist durch entsprechende Beladung sicher zu stellen, dass diese nicht vom
Fahrzeug fallen.


Wir haben zwei Lkw im Einsatz, die mit Getränkekisten bestückt sind .Wir fahren von Haus zu Haus, wie muss die Ladung gesichert sein ?

Antwort: Die Sicherung von Getränken hat zwei Aspekte. Erstens sollten die Kästen auf der Ladefläche möglichst formschlüssig - an der Stirnwand beginnend - hintereinander und nebeneinander stehen. Die Stapelhöhe sollte möglichst einheitlich sein - ist das nicht möglich, ist nach hinten abzustufen. Sind Ladelücken vorhanden, können sie z.B. durch Leergut ausgefüllt oder mit anderen Hilfsmittel, z.B. Sperrbalken abgesichert werden.
Zweitens muss der Fahrzeugaufbau so stabil sein, dass es die Ladung auch in Extremsituationen wie Vollbremsungen und starken Ausweichmanövern auf dem Fahrzeug hält - hier sollte man den Fahrzeugbauer fragen. Auf jeden Fall ist es - gerade auch auf kleineren Fahrzeugen - nicht gestattet, bei offener Plane über die Höhe der Bordwände hinaus zu stapeln.


Wie sichere ich lose Pkw-Reifen, gebrezelt verladen auf einem Curtainsider? Das Fahrzeug weist eine mit Textilstreifen verstärkte Plane auf und alle Einstecklatten aus Holz sind vorhanden. Reicht dies?

Antwort: Lose gebrezelte Pkw-Reifen haben die Eigenschaft, dass sie sich während des Transportes "setzen". Der "Reifenblock" wird dabei breiter und wenn der Fahrzeugaufbau nicht fest genug ist, drücken die Reifen ihn auseinander. Die Praxis zeigt, dass Curtainsider in Standardausführung - so wie Sie ihn beschieben haben - diesem Druck nicht standhalten und daher ungeeignet sind.


Wir beschaffen in absehbarer Zeit einen neuen 12 t Lkw mit einem Planenaufbau. Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, wenn wir auch einen Transporter mit einem Gesamtgewicht von 4 to transportieren möchten? Ist diese Transportvariante zulässig? Welche Vorschriften bzw. Ladungssicherungen sind zu beachten?

Antwort: Die Beförderung eines Transporters auf einem Lkw ist dann zulässig, wenn die Abmessungen, das zulässige Gesamtgewicht und die Lastverteilung des Transport-Lkw eingehalten werden. Die Ladungssicherung ist da schon problematischer. Abhängig von der Ausrüstung des Lkw mit Zurrpunkten, Lochschienen in der Ladefläche etc. gibt es veschiedene Möglichkeiten. Wichtig ist besonders, dass die Handbremse des Transporters angezogen und ein Gang eingelegt ist. Dann sollte der Transporter in Fahrtrichtung blockiert sein, hier bieten sich Unterlegkeile an, die fest mit der
Ladefläche verbunden sein sollten. Zum Verzurren ist eine Diagonalzurrung mit ausreichend belastbaren Zurrgurten empfehlenswert. Bitte beachten Sie dabei die Festigkeit der Zurrpunkte am Lkw und die Belastbarkeit der Anschlagpunkte am Transporter.
Zu beachtende Vorschriften sind die §§ 22 StVO und 31 StVZO, die Richtlinie VDI 2700 und die DIN EN 12195-1 und 2.


In welchem Ausmaß muss ich eine Ladung von Papierrollen sichern (ca. 5-7 Stück pro Ladung 2,50- 2,60 m hoch, 2,50 m Durchmesser) wenn dieses nur den Werksverkehr betrifft, ca. 1000 m auf öffentlicher Straße? Genügt hier z.B. eine Rutschmatte, oder ist bei jeder Umfuhr ein Verzurren von Nöten?

Antwort: Die Ladungssicherung ist auch erforderlich, wenn Sie sich nur 1000 m im öffentlichen Verkehrsraum befinden, sogar auf dem Betriebsgelände schreiben die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaft die Sicherung der Ladung vor. Das Unterlegen von Antirutschmatten reicht nicht aus, stehende Rollen müssen außerdem in Fahrtrichtung formschlüssig blockiert und zusätzlich gesichert werden.
Wenn Sie ausschließlich stehende Papierrollen auf diesen kurzen Strecken transportieren, wäre eine automatische Lade- und Sicherungsvorrichtung bedenkenswert. Informationen zu diesem "Autoload" System erhalten Sie bei Transporttechnik Günther unter www.transport-technik.de .


Ich benötige Fachliteratur zur Be- Entladung von Containern, Pflichten und Rechte für Fahrzeugführer.

Antwort: Informationen zum Thema Container finden Sie unter folgenden Internetadressen: www.containerhandbuch.de und www.bam.de/de/service/publikationen/lis_ladungssicherung.htm.


Wir haben einen 7,5t Lkw und transportieren Bagger bis zu 3,5t Gewicht auf Gummiketten. Wie werden diese Bagger richtig gesichert?

Antwort: Minibagger sind, wie alle anderen Ladungen auch, nach den Vorschriften der VDI Richtlinien 2700 ff. zu sichern. Die Frage nach der Anzahl der Gurte kann nur ganz allgemein beantwortet werden, denn die Anzahl der Gurte hängt u. a. davon ab, ob sie zum Niederzurren oder zum Direktzurren (z.B. Diagonalzurren oder Schlingenzurren) eingesetzt werden. Niederzurren ist wegen der großen Anzahl der erforderlichen Zurrgurte nicht anwendbar.
Mit vier Zurrgurten kann man den Minibagger dann sichern, wenn man diese als Diagonalzurrung anwendet. Dazu ist es erforderlich, dass zwei Zurrgurte vorn und zwei Zurrgurte hinten direkt am Minibagger und in Zurrpunkten auf der Ladefläche des Transportfahrzeugs eingehakt werden.
Jeder Gurt verläuft dann von der Maschine im geraden Zug schräg nach unten zu einem Zurrpunkt auf der Ladefläche.
Mit zwei Zurrgurten kann man den Minibagger dann sichern, wenn man diese als Schlingenzurrung anwendet. Dazu ist es erforderlich, dass vorne ein Gurt im Zurrpunkt auf der rechten Seite der Ladefläche eingehakt wird, hinten um den Drehkranz der Maschine geführt wird und dann vorn auf der
Ladefläche in den linken Zurrpunkt eingehakt wird - dieser Gurt sichert nach hinten. Der zweite Gurt verläuft vom hinteren rechten Zurrpunkt vorne um den Drehkranz und zurück nach hinten in den linken Zurrpunkt - dieser Gurt sichert nach vorne. Zusätzlich müssen seitliche Ladelücken, z.B. mit Kanthölzern, ausgefüllt werden.
Bitte beachten Sie, dass die Zurrpunkte ausreichend stabil sein müssen. Auf jeden Fall sollte die Ladefläche möglichst besenrein sein.

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