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Anhänger & Aufbauten

Die Stabilität des Fahrzeugaufbaus

Die VDI-Richtlinie 2700 fordert, dass die Stirnwand, die Bordwände und die Rungen ausreichend dimensioniert sind. Sie gibt aber keine Auskunft darüber, welche konkreten Anforderungen an diese Fahrzeugaufbauten im Einzelfall gestellt werden. Konkrete Vorgaben gibt die seit April 2002 gültige Europäische Richtlinie DIN EN 12 642. Sie fordert die folgenden Mindestbelastbarkeiten für alle Arten von Laderaumbegrenzungen.

Belastbarkeit der Stirnwand 40% der Nutzlast, jedoch maximal 5 Tonnen
Belastbarkeit der Seitenwand 30% der Nutzlast


Falls die Seitenwand als Hamburger Verdeck (Bordwand mit Plane und Spriegel) konstruiert ist, müssen dabei die Bordwände einer Belastung von 24% der Nutzlast und die darüberliegenden Bereiche einer Belastung von 6% der Nutzlast (ergibt zusammen 30%) standhalten.


Bei einem seitlichen Schiebeverdeck, auch Curtainsider oder Tautliner genannt, darf sich die Plane bei der Belastung nicht mehr als 30 cm ausbeulen. Diese Ausbeulung ist nur als Prüfkriterium zu verstehen und nicht als zulässiger Wert für die Verformung der Plane durch verrutschende Ladung. Für die Ladungssicherung bedeutet das, dass auf eine zusätzliche Sicherung der Ladung durch Zurrmittel nur dann verzichtet werden kann, wenn auf einem entsprechend stabil konstruierten Fahrzeug die Ladung zu allen Seiten formschlüssig verladen wurde.

Der Curtainsider als besondere Fahrzeugkonstruktion

Der sog. Curtainsider ist ein Transportfahrzeug ohne feste Seitenwände. An den Längsseiten ist dieses Fahrzeug mit einer Plane ausgerüstet, die eingebaute Gurtverstärkungen besitzt, die am Fahrzeugboden mit Haken eingehängt sind und leicht vorgespannt werden. Jede Plane ist mit Rollen in einer Schiene in der Dachkonstruktion gelagert und kann vollständig zur Seite geschoben werden. Die Dachkonstruktion wird durch die Stirnwand, die Heckseite und durch seitliche Dachträger getragen, in die bei fast allen Curtainsidern Einstecklatten eingehängt werden können.


Die Ladefläche besteht in fast allen Fällen aus einer kunststoffbeschichteten Siebdruckplatte. Die Vorteile des Curtainsiders liegen in einer Gewichtsersparnis beim Leerfahrzeug, in der Vermeidung von Unfällen, die sich beim Auf- und Abplanen von Fahrzeugen ereignen (Leiterunfälle) und besonders in der Zeitersparnis beim Be- und Entladen der Fahrzeuge. Die Nachteile des Curtainsiders liegen in der häufigen Fehleinschätzung der erforderlichen Ladungssicherungsmaßnahmen und der dann daraus resultierenden Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit. Nach Auffassung vieler Verlader, Fahrer und Fahrzeughalter sollen die seitlichen Schiebeplanen als alleinige Ladungssicherung ausreichend sein. Die vielen eingearbeiteten Gurte und die Festigkeit der Plane sollen in der Lage sein, jede Ladung zu halten. Deshalb soll dann eine zusätzliche Ladungssicherung durch Zurrgurte etc. nicht mehr erforderlich sein. Dabei wird aber oft vergessen, dass die Kräfte, die beim Verrutschen der Ladung auf die Plane einwirken, auch von der Fahrzeugkonstruktion aufgenommen werden müssen. Dies ist bei der Curtainsiderkonstruktion nicht immer der Fall. Je größer das Ladungsgewicht ist, desto gefährdeter ist die Gesamtkonstruktion und hier besonders die Dachkonstruktion des Fahrzeuges.

Das bedeutet, dass die Ladung bei einem Curtainsider in vielen Fällen so zu sichern ist, als wenn auf einem Fahrzeug ohne seitliche Laderaumbegrenzung verladen würde.

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