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Zurrgurte

Ein Zurrgurt ist ein gewebtes Gurtband aus Chemiefaser mit einer Ratsche.


Beim Niederzurren, dem hauptsächlichen Einsatzbereich des Zurrgurtes, ist die Vorspannkraft des Gurtes entscheidend. Die erreichbare Vorspannkraft ist von der Art der Ratsche abhängig, mit der diese Vorspannkraft aufgebracht wird. Hier sind unterschiedliche Ratschen im Gebrauch. Ein weiterer wichtiger Faktor für die erreichbare Vorspannkraft ist der Zurrwinkel α, der zwischen der Ladefläche und dem Zurrgurt gemessen wird.

Seit Februar 2001 ist die Europäische Norm DIN EN 12 195, Teil 2, „Zurrgurte aus Chemiefasern” in Kraft. Sie ersetzt die nationale DIN 60 060. Alle Zurrgurte, die nach Ablauf der Übergangsfrist Mai 2001 hergestellt wurden (siehe Zurrgurtetikett „Datum 05/01“), müssen den Vorgaben dieser neuen Norm entsprechen.


Auf dem Zurrgurtetikett, das den Vorschriften der DIN EN 12 195, Teil 2 entspricht, ist die Vorspannkraft der Ratsche im geraden Zug als STF (Standard Tension Force) angegeben. Dieser Wert wurde bei der Prüfung mit einer Handkraft SHF (Standard Hand Force) von 50 daN erreicht. Wurde ein Zurrgurt nach Ablauf der Übergangsfrist Mai 2001 hergestellt, so hat er den Vorgaben der DIN EN 12 195, Teil 2 zu entsprechen, er darf sonst nicht verwendet werden.

Mit den Ratschen dieser Zurrgurte kann zwar unter günstigen Bedingungen eine höhere Vorspannkraft als unter STF angegeben erreicht werden, dieses erfordert dann aber einen wesentlich größeren Kraftaufwand als 50 daN SHF . Dieser höhere Wert darf nur angenommen werden, wenn er durch ein Vorspannkraftmessgerät nachgewiesen wurde.

Die Belastbarkeit des Zurrgurtes wird auf dem Etikett mit LC (Lashing Capacity) und bei alten Gurten mit Fzul (zulässige Zugkraft) angegeben. Sie ist beim Direktzurren von Bedeutung und liegt in der Regel bei 2.000 daN oder 2.500 daN im geraden Zug (der Zurrgurt wird direkt an der Ladung eingehängt und zur Ladefläche gespannt, z.B. Diagonalzurren) und somit bei 4.000 daN oder 5.000 daN in der Umreifung (der Zurrgurt wird auf der einen Seite der Ladung in einen Zurrpunkt eingehängt, vor der Ladung geführt und auf der anderen Ladungsseite wieder in einen Zurrpunkt eingehängt, Kopflasching).

Die Fzul bzw. LC gibt an, wann die Belastungsgrenze des Gurtgewebes erreicht ist. Sie sagt nichts über die erreichbare Vorspannkraft der Ratsche dieses Zurrgurtes aus.

Die beste Methode zur Ermittlung der tatsächlich vorhandenen Vorspannkraft ist eine Messung. Es gibt dazu unterschiedliche Arten von Vorspannkraftmessgeräten, die von verschiedenen Herstellern angeboten werden. Sie zeigen die tatsächlich vorhandene Vorspannkraft des Zurrgurtes an. Diese Geräte kosten zwischen ca. 200 und ca. 1.700 Euro und sind bei den Zurrmittelherstellern erhältlich.

Die DIN EN 12 195 und die VDI-Richtlinie 2701 schreiben vor, dass die Zurrmittel durch Kantenschoner (auch als Kantengleiter bezeichnet) gegen Beschädigungen an den Lastkanten zu schützen sind.

Ablegereife von Zurrgurten:

Die DIN EN 12 195, Teil 2 und die VDI-Richtlinie 2701 enthalten neben der detaillierten Beschreibung auch genaue Vorschriften über die Ablegereife der Zurrmittel, das heißt wann die Zurrmittel nicht mehr verwendet werden dürfen.

Wird diese Ablegereife festgestellt, so ist das Zurrmittel unverzüglich von der Benutzung auszuschließen.

Zurrgurte sind abzulegen:
• Bei Garnbrüchen oder Garnschnitten im Längs- oder Quergewebe, die mehr als 10% des Gewebes zerstören
• Bei Beschädigungen tragender Nähte, bei Verformungen durch Reibungs- bzw. Strahlungswärme
• Bei Anrissen, besonders Querrissen oder Kerben sowie bei Brüchen oder bedenklichen Korrosionserscheinungen, bzw. Schäden an Spann- oder Verbindungselementen
• Bei mehr als 5% Aufweitung oder bei erkennbar bleibender Verformung im Hakenmaul

Die DIN EN 12 195 und die VDI-Richtlinie 2701 schreiben vor, dass die Zurrmittel durch Kantenschoner (auch als Kantengleiter bezeichnet) gegen Beschädigungen an den Lastkanten zu schützen sind.

Viele Zurrmittel, die in der Praxis verwendet werden, sind für jeden deutlich sichtbar beschädigt und daher ablegereif. Jeder verantwortungsbewusste Anwender wird diese Zurrgurte aus dem Verkehr ziehen und durch neue ersetzen.

Um den neuen Gurt dann optimal zu nutzen, sollten Zurrpunkte verwendet werden. Falls keine Zurrpunkte vorhanden sind, können sie problemlos nachgerüstet werden.

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